| Intro | German social pedagogue, blogger, activist and author |
| Is |
Internet personality Author Blogger Activist |
| From | Germany |
| Type |
Activism Internet Literature |
| Gender | female |
| Birth | 8 January 1983, Düsseldorf |
| Age: | 37 years |
Laura Gehlhaar (* 8. Januar 1983 in Düsseldorf) ist eine deutsche Sozialpädagogin, Bloggerin, Aktivistin und Autorin. Gehlhaar schreibt und publiziert vor allem über ihr Leben als Mensch im Rollstuhl und setzt sich für mehr Inklusion von Menschen mit Behinderungen in der deutschen Gesellschaft ein.
Leben
Ausbildung und Karriere
Laura Gehlhaar wurde 1983 in Düsseldorf geboren. Mit elf Jahren wurde ihr eine Muskelerkrankung diagnostiziert, mit 23 Jahren entschied sie sich fortan einen Rollstuhl zu nutzen. Nach ihrem Abitur studierte Gehlhaar in den Niederlanden und in Berlin Sozialpädagogik und Psychologie. Nach ihrem Studium arbeitete Gehlhaar einige Jahre in der Psychiatrie als Sozialpädagogin, anschließend eine Zeit lang als Werbetexterin. Aus beruflichen Gründen zog Gehlhaar 2008 nach Berlin. Am Europäischen Hochschulverband (EHV) der FU Berlin absolvierte Gehlhaar eine Mediations- und Coachingausbildung. Seit einigen Jahren arbeitet sie als Coach und freie Texterin.
Engagement
Seitdem Gehlhaar in Berlin lebt, setzt sie sich auf verschiedenen Wegen für mehr Inklusion von Menschen mit Behinderungen in der deutschen Gesellschaft ein. Gemeinsam mit anderen Aktivistinnen und Aktivisten ist sie Teil des Berliner Vereins Sozialhelden. Dort unterstützt sie unter anderem die vom Verein entwickelte Onlinekarte „Wheelmap“, auf der behindertengerechte Orte eingetragen werden können. Zudem schreibt sie für das Sozialhelden-Blog „leidmedien.de“, und versucht damit unter anderem aufzuklären wie im Journalismus besser über Menschen mit Behinderungen berichtet werden kann.
Seit Anfang Februar 2014 bloggt Gehlhaar zudem in ihrem privaten Blog „Frau Gehlhaar“ über ihr Leben im Rollstuhl, vor allem über Alltagsprobleme. Im September 2016 veröffentlichte sie ihr erstes Buch mit dem Titel Kann man da noch was machen?: Geschichten aus dem Alltag einer Rollstuhlfahrerin im Heyne Verlag. In dem Buch schreibt sie ebenfalls über ihre Alltagsprobleme als Mensch mit Behinderungen in der deutschen Gesellschaft. Gemeinsam mit dem Blogger Lorenz Meyer entwarf sie ein in sozialen Medien stark verbreitetes „Rollstuhlfahrer Bullshit Bingo“.
Laura Gehlhaar wird von zahlreichen deutschen Medien rezipiert und als eine von wenigen bekannteren weiblichen Bloggerinnen und Aktivistinnen im Rollstuhl porträtiert. Sie selbst schreibt in einem Beitrag für Edition F, dass „[…] Behinderung nie nur eine individuelle Angelegenheit, sondern ein gesellschaftliches und politisches Problem ist. Mein Verständnis von Behinderung liegt nicht dem medizinischen, vielmehr dem sozialen Kontext zugrunde. Behinderung entsteht durch gesellschaftliche Strukturen, Gesetze, die Menschen daran hindern, selbstbestimmt leben zu können, und Vorurteilen. Meine Behinderung gehört nicht mir alleine, sie gehört all denen, die sie mitverursachen“.
Werk
- Kann man da noch was machen?: Geschichten aus dem Alltag einer Rollstuhlfahrerin, Heyne Verlag, September 2016, ISBN 978-3453603677