Karin Herrmann’s biography, net worth, fact, career, awards and life story

Intro Oost-Duits natuurkundige (1936-2018)
Was Scientist 
Physicist 
From Germany 
Type Science 
Gender female
Birth 15 February 1936
Death 15 March 2018
(aged 82 years)
Star sign Aquarius
Politics Socialist Unity Party of Germany

Karin Herrmann (* 15. Februar 1936 in Berlin-Schmargendorf; † 14. März 2018 in Berlin) war eine deutsche Physikerin und Hochschullehrerin, die überwiegend auf den Gebieten Festkörperphysik und Halbleitermaterialien in Forschung und Lehre tätig war.

Biografie

Kindheit und Studium

Karin Herrmann wuchs mit einem Bruder, dem späteren Kristallographen Frank Peter Herrmann, und ihrem Cousin, dem späteren Physiker Hans-Jürgen Bachert, in Berlin-Britz auf.

Nach dem Abitur an der Berliner Carl-von-Ossietzky-Oberschule 1954 studierte sie Physik an der Humboldt-Universität zu Berlin. Ihre Diplomarbeit fertigte Karin Herrmann an der Akademie der Wissenschaften der DDR im Institut für Kristallphysik an und schloss sie erfolgreich ab. Auf Empfehlung von Robert Rompe bewarb sie sich anschließend um ein Zusatzstudium an der Lomonossow-Universität Moskau, was ihr gewährt wurde. Dort spezialisierte sich Herrmann auf das Gebiet der Halbleiterphysik und promovierte am Lehrstuhl für Kristallphysik bei Akademiemitglied Alexei Wassiljewitsch Schubnikow mit der Arbeit Optische Parameter von n- und p-Typ Indiumantimonid.

Karriere

Nach ihrer Rückkehr in die DDR wurde sie von Rompe an das II. Physikalische Institut der Humboldt-Uni berufen, deren Leiter er war. Hier wandte sich Karin Herrman den elektronischen Eigenschaften des damals international stark beachteten Halbleiters Tellur bei tiefen Temperaturen zu.

Im Jahr 1969 erhielt sie am gleichen Institut eine Dozentur und erwarb 1970 die Facultas Docendi. Sie begann mit Vorlesungen und im Labor mit der Ausbildung von Diplomanden.

1976 habilitierte sich Karin Herrmann mit der Schrift Tieftemperatur-Eigenschaften von Tellur unter der Wirkung eines angelegten Magnetfeldes über die Oberflächenleitfähigkeit dieses Halbmetalls. Aufgrund der Ergebnisse ihrer Messungen mit der Impedanzspektroskopie interpretierte sie die Oberflächenleitfähigkeit von Tellur in einem schwachen äußeren Magnetfeld als Oberflächen-Supraleitung. Diese Eigenschaft wird seit den 2000er Jahren in topologischen Isolatoren verwendet. Danach wurde Karin Herrmann zur Professorin an der Humboldt-Universität zu Berlin berufen und bildete nun auch Doktoranden aus.

Experimentell hatte sie sich in den 1980er Jahren den Bleisalzen zugewandt und ein empfindliches Diodenlaser-Spektrometer entwickelt, das bei tiefen Temperaturen arbeitet. Mit diesem Instrument maßen und verglichen sie und ihre Kollegen über der viel befahrenen Kreuzung Invaliden-/Chausseestraße, am Großen Stechlinsee und an anderen Gewässern die Luftverschmutzung. Das war für die damalige Zeit eine Pionierleistung in der Physik und für den Umweltschutz.

In den 1990er Jahren setzte Karin Herrmann im japanischen Research Institute of Innovative Technology for the Earth (RITE) in Kyoto ihre wissenschaftlichen Arbeiten fort. RITE ist das japanische Exellenz-Zentrum für die Entwicklung von Umwelttechnologien.

Privates

Karin Herrmann war mit dem Physiker Rudolf Herrmann verheiratet, sie hatten zusammen zwei Kinder. Der Wohnsitz der Familie befand sich in Berlin-Müggelheim. Karin Herrmann wurde im Mai 2018 auf dem Waldfriedhof Müggelheim beigesetzt.

Veröffentlichungen (Auswahl)

  • zusammen mit J. W. Tomm, C. Barthel und U. Barthel, veröffentlicht in physica status solidi (pps), November 1984: On the dispersion of the refractive index in active layers of lead-salt injection lasers
  • zusammen mit T. D. Aitikeeva, A. I. Lebedev, A. E. Yunovich, A. W. Jalyschko und P. Schäfer; veröffentlicht in pps, 16. September 1981: Spectra of photo- and electroluminescence of bismuth, doped Pb1−xSnxTe
  • zusammen mit P. Rothkirch, Rainer Link, W. Sauer und F. Manglus veröffentlicht in pps: Anisotropy of the Electric Conductivity of Tellurium Single Crystals
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